Somit war für mich klar, dass es Zeit für ein Windows-Upgrade wird. Glücklicherweise lag hier noch eine alte Windows XP CD herum, das Service Pack 2 hatte ich noch nebenbei als Backup auf einer CD vorliegen. Doch beim Versuch, Windows XP zu installieren stieß ich auf einen äußerst nervigen Bug:
Zunächst, meine Festplatte bestand zum Installationszeitpunkt aus folgenden Dateisystemen:
Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System/dev/sda1 1 1337 10739421 83 EXT4 (Ubuntu Linux)/dev/sda2 1581 1826 1975995 82 Linux Swap / Solaris/dev/sda3 1827 8454 53239410 83 Ext4 (Home)/dev/sda4 * 8455 9729 10241437+ 7 HPFS/NTFS
Wer quasi "zwischen den Zeilen" liest, erkennt schnell dass zwischen Ubuntu und Swap ein wenig ungenutzter Speicher herumliegt. Bevor ich damals wirklich Win2k nachträglich installieren konnte, musste ich aus Platzgründen der Partitionstabelle (nicht mehr als 4 logische Laufwerke möglich!) die rund 2 GB große EXT4-Partition für /opt löschen. Kombiniere: Es lagen genau 4 vorhandene Dateisysteme und 1 freie Zuweisung auf der Festplatte. Die Windows XP CD formatierte fröhlich meine NTFS-Partition mit Win2k, wodurch nur noch 3 Dateisysteme auf der Platte übrig blieben. Nach dem Formatiervorgang wollte ich mich so denn ans Installieren machen: "Erstellen eines Dateisystems nicht möglich: Es sind nicht mehr als 4 logische Partitionen möglich!" - Was für ein Schock! Für einen kurzen Moment glaubte ich, völlig in der Mathematik versagt zu haben, zählte nochmal nach und wurde recht stutzig. Auch ein erneutes Booten der Setup-CD brachte keinen Erfolg. Natürlich gab es auch hierfür einen simplen Workaround, die GParted Live CD, welche mir schon so oft bei und vor Installationen behilflich war. Auch hier bewies sich mir diese Software als Goldgrube, konnte sie mir doch anders als das dämliche Windows innerhalb von Sekunden ein neues NTFS-Dateisystem im letzten freien Bereich erstellen. Frisch ans Werk ging es dann mit der Windows XP-CD. Als ich vom Setup gefragt wurde, ob ich die Partition erst formatieren oder direkt hineinschreiben möchte, schlug ich fast schon zynisch das erneute (schnelle) Formatieren in NTFS vor - im Anschluss installierte die CD brav weiter in das nochmals neu erstellte NTFS-Dateisystem. Ab diesem Zeitpunkt lief die Installation endlich fehlerfrei und lohnte sich auch: Das DVD abspielen mit VLC verläuft problemlos, von MPlayer habe ich parallel natürlich auch eine Installation vorgenommen (d.h. mit verschiedenen GUIs.) Um der alten Win2k-Optik habe ich noch den klassischen Style aktiviert und den Inexperience Patcher von ~vertigosity installiert.
Das Ergebnis sieht so aus:
Gut sichtbar ist hier auch der vom Fernseher genutzte Bildschirmbereich. Durch den Patcher lässt sich das Windows optisch nicht von meinem alten 2k unterscheiden, abgesehen vom Antialiasing der Schrift ("Cleartype") - Als Font verwende ich übrigens das quelloffene und sehr gut lesbare DejaVu Sans.
Erwähnenswert wäre noch am Ende, dass ich mich erneut (wie schon damals mit Win2k) schwer mit der Wiederherstellung von GRUB2 tat, weil ich den Eintrag der neuen UUID der NTFS-Partition von Windows vergaß... :D
Die chroot-Methode funktionierte bei mir btw. am einfachsten und kann ich für den Fall der Fälle nur empfehlen!
