Samstag, 31. Juli 2010

Bug bei Windows XP Setup-CD

Parallel zu meinem installierten (L)ubuntu Linux verwende ich seit geraumer Zeit Windows 2000 Prof. SP4 (ehe man jetzt fragt, wieso ich dazu Windows bräuchte: Zum Einen bin ich bisher zu faul gewesen, um meine xorg.conf entsprechend zu editieren, zum Anderen möchte ich für DVDs mit Stereo-Kanälen unbedingt den exzellenten 3D-Upmix mittels EAX meiner SoundBlaster 5.1 vx nutzen. Ohnehin lässt diese sich aufgrund eines Bugs in ALSA nicht ohne den vorherigen Start einer bestehenden Windows-Installation zur Karten-Initialisierung verwenden, und OSS4 scheint kaum mit irgendeiner Software kompatibel...) Das Abspielen von gekauften Video-DVDs erwies sich jedoch mehr und mehr als Desaster, da Win2k keinen eigenen DVD-Softwaredecoder bereithält. Somit scheiterte auch das Abspielen von DVDs mit VLC oder MPlayer abrupt. Abhilfe schaffte zeitweise die Freeware Lalim DVD-Player, die einen eigenen DVD-Decoder mitbringt. Zumindest schien es anfangs so, bis ich meinen TV-Converter ("Grand Ultimate XP") mittels RGB-Scart an den Fernseher anschloss und mit dem PC via VGA verband: Ich setzte den Fernseher in ATI Catalyst als Desktop-Erweiterung mit einer Auflösung von 800x600 (da der TV-Converter leider keine 752x568 Auflösung beherrschte) mit 60 Hz, und spielte DVDs im Vollbild am Fernseher ab. Die Framerate war alles andere als zufriedenstellend, ständige Ruckler, die Bedienung altbacken und die Software lief bei mir auch nicht wirklich stabil (sprich: es gab einige Abstürze.)

Somit war für mich klar, dass es Zeit für ein Windows-Upgrade wird. Glücklicherweise lag hier noch eine alte Windows XP CD herum, das Service Pack 2 hatte ich noch nebenbei als Backup auf einer CD vorliegen. Doch beim Versuch, Windows XP zu installieren stieß ich auf einen äußerst nervigen Bug:
Zunächst, meine Festplatte bestand zum Installationszeitpunkt aus folgenden Dateisystemen:
Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sda1 1 1337 10739421 83 EXT4 (Ubuntu Linux)
/dev/sda2 1581 1826 1975995 82 Linux Swap / Solaris
/dev/sda3 1827 8454 53239410 83 Ext4 (Home)
/dev/sda4 * 8455 9729 10241437+ 7 HPFS/NTFS
Wer quasi "zwischen den Zeilen" liest, erkennt schnell dass zwischen Ubuntu und Swap ein wenig ungenutzter Speicher herumliegt. Bevor ich damals wirklich Win2k nachträglich installieren konnte, musste ich aus Platzgründen der Partitionstabelle (nicht mehr als 4 logische Laufwerke möglich!) die rund 2 GB große EXT4-Partition für /opt löschen. Kombiniere: Es lagen genau 4 vorhandene Dateisysteme und 1 freie Zuweisung auf der Festplatte. Die Windows XP CD formatierte fröhlich meine NTFS-Partition mit Win2k, wodurch nur noch 3 Dateisysteme auf der Platte übrig blieben. Nach dem Formatiervorgang wollte ich mich so denn ans Installieren machen: "Erstellen eines Dateisystems nicht möglich: Es sind nicht mehr als 4 logische Partitionen möglich!" - Was für ein Schock! Für einen kurzen Moment glaubte ich, völlig in der Mathematik versagt zu haben, zählte nochmal nach und wurde recht stutzig. Auch ein erneutes Booten der Setup-CD brachte keinen Erfolg. Natürlich gab es auch hierfür einen simplen Workaround, die GParted Live CD, welche mir schon so oft bei und vor Installationen behilflich war. Auch hier bewies sich mir diese Software als Goldgrube, konnte sie mir doch anders als das dämliche Windows innerhalb von Sekunden ein neues NTFS-Dateisystem im letzten freien Bereich erstellen. Frisch ans Werk ging es dann mit der Windows XP-CD. Als ich vom Setup gefragt wurde, ob ich die Partition erst formatieren oder direkt hineinschreiben möchte, schlug ich fast schon zynisch das erneute (schnelle) Formatieren in NTFS vor - im Anschluss installierte die CD brav weiter in das nochmals neu erstellte NTFS-Dateisystem. Ab diesem Zeitpunkt lief die Installation endlich fehlerfrei und lohnte sich auch: Das DVD abspielen mit VLC verläuft problemlos, von MPlayer habe ich parallel natürlich auch eine Installation vorgenommen (d.h. mit verschiedenen GUIs.) Um der alten Win2k-Optik habe ich noch den klassischen Style aktiviert und den Inexperience Patcher von ~vertigosity installiert.

Das Ergebnis sieht so aus:

Gut sichtbar ist hier auch der vom Fernseher genutzte Bildschirmbereich. Durch den Patcher lässt sich das Windows optisch nicht von meinem alten 2k unterscheiden, abgesehen vom Antialiasing der Schrift ("Cleartype") - Als Font verwende ich übrigens das quelloffene und sehr gut lesbare DejaVu Sans.


Erwähnenswert wäre noch am Ende, dass ich mich erneut (wie schon damals mit Win2k) schwer mit der Wiederherstellung von GRUB2 tat, weil ich den Eintrag der neuen UUID der NTFS-Partition von Windows vergaß... :D
Die chroot-Methode funktionierte bei mir btw. am einfachsten und kann ich für den Fall der Fälle nur empfehlen!



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(天空の城ラピュタ Tenkū no Shiro Rapyuta) / Laputa: Castle in the Sky (Dt: Das Schloss im Himmel)

Schon lange wird dieser Anime gefeiert, und wie ich heute wieder feststellen konnte; zurecht!

Erstaunlich an diesem unglaublich vielfältigem Werk ist der Fakt, dass Laputa der erste Film aus Hayao Miyazakis Hand (oder genauer, dem Studio Ghibli) ist, welcher vollständig von ihm geschrieben wurde, bzw. von ihm als Regisseur angeführt wurde.


Ohne auf die geniale Handlung eingehen zu wollen (welche zudem viele Parallelen oder Anspielungen auf westliche Werke oder Ideologien aufweist), möchte ich besonders die Stärken des Films hervorheben, die sich dem Zuschauer beim Ansehen nahezu von selbst entfalten. Von vorne rein fällt sicher jedem auf, dass der Anime für sein inzwischen recht hohes Alter (jap. Release 1986) relativ gut animiert zu sein scheint. Erwähnenswert sind vor allem die detailreichen Hintergründe voller Landschaften, allgemein besticht der gesamte Anime mit einer bunten Farbenvielfalt wie man sie eher selten antrifft, ohne dabei zu verspielt oder zu kindlich zu wirken. Der Soundtrack klingt "sphärisch" und enthält einige Synthesizer Sounds, wie man es von 80er Jahre Filmen gewohnt ist, wirkt dabei aber nie zu aufdringlich oder gar trashig. Besonders das Thema des Films weiß immer wieder zu überzeugen, setzt es dem Zuschauer Gefühle von Euphorie und Spannung frei. Ein typisches Markenzeichen Miyazakis sind die teilweise gesprächsleeren oder gar Ton-stummen Szenen, in denen das Geschehen rein durch Standbilder oder wenige Animationen interpretiert werden - leider wurden hiervon einige durch die scheinbar sehr mittelmäßige englische Synchronisation versaut, von der ich mehr oder weniger verschont wurde (habe den Anime mit japanischem Originalton und bescheidenem englischen Subtitle von der malaysischen "Studio Ghibli presents The Great Collection" DVD-Box geschaut.) Besonderen Augenmerk aber lege ich beim Schauen auf das Charakterdesign, und dieses stimmt hier ungemein. Jeder Charakter profiliert sich nach und nach, sei es durch Taten oder dämliches Verhalten, jedoch driftet nie ein solcher in plumpe und wiederholende Verhaltensweisen ab; insbesondere bei den beiden Hauptcharakteren als auch die Piraten Bossin Dola lässt sich wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehend eine deutliche Weiterentwicklung erkennen. Nichts scheint hier fehl am Platze, alles wirkt liebevoll. Auch der immer wiederkehrende Slapstick-Humor ist nie als nervig anzusehen, eher im Gegenteil, rundet er die doch recht ernste Geschichte über Fehlverhalten und dessen Konsequenzen ab.


Falls jemand nie etwas mit Animes anfangen konnte, jedoch eine philosophische Ader oder einen Drang zur Natur besitzt, oder aber ohnehin schon ein Otaku oder Miyazaki-Fan ist, dem kann ich nur dringend raten, sich den Film zuzulegen! Nach wie vor kann ich dabei nur den Originalton empfehlen. :D



Abstrakt: Mir sind beim zweiten Schauen des Filmes erneut einige Parallelen zum genialen Spiel Grandia von Game Arts aufgefallen, insbesondere auf die Handlung und die Botschaft des Filmes hindeutend. Aber auch das Verhältnis zwischen Pazu und Sheetah ähnelt dem von Justin und Feena doch sehr, bzw. in welche Situationen sich die beiden begegnen (sei es "der Abschied" von Sheetah, die Pazu letztendlich nur das Leben vor dem Militär retten will oder auch die Auskundschaftung von Laputa selbst.) In Muska sehe ich eine Mischung aus General Baal und Oberst Mullen, Pazu hat den gleichen Tatendrang wie Justin und ist dementsprechend blauäugig, Sheetah besitzt statt Justin in Grandia ihren "Geisterstein-Pendant", etc. Warscheinlich könnte ich meine Theorie hier noch stundenlang ausführen, aber das soll nicht der eigentliche Sinn des Posts sein... :>

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